Am 13.01.2005 wurde die Schwangerschaft frauenärztlich bestätigt, niemand ahnte dass es Zwillinge werden. Am 27.01.2005 zur Untersuchung stellte meine Hebamme voller Freunde fest, dass es eineiige Zwillinge sind. Wir konnten unser Glück kaum fassen, waren aber trotzdem erstmal voll geschockt darüber, halt so mittelmäßig. Dann lief alles gut, ich wurde regelmäßig untersucht und die Schwangerschaft verlief komplikationslos. Mitte April blähte mein Bauch plötzlich derart auf, dass ich es kaum noch aushielt und mich täglich fragte, wie ich das noch 5 Monate durchhalten soll. Schließlich gingen wir zu einem Spezialisten mit 3D Ultraschall. Es war ein komischer Tag, der Arzt stellte komische Fragen, die mir Angst machten. Schließlich sagte er, dass wir schnellstmöglich in die Uniklinik gehen sollten, er habe den Verdacht auf Fetofetales Transfusionssyndrom. Ich wusste natürlich überhaupt nicht, was das ist und informierte mich sofort, es war schrecklich, man sagte mir, dass ohne eine Laseroperation in Hamburg beide Kinder sterben werden, also machten wir alles für die Operation in Hamburg klar. Am 04.05.2005 war dann die Laseroperation. Die Ärzte da sagten, dass es schwere Bedingungen wären bei mir, die OP durchzuführen. Unter Tränen bat ich sie, dass sie alles mögliche versuchen sollen, was in ihrer Macht steht. Der aufgeblähte Bauch kam durch zu viel Fruchtwasser in meinem Bauch, bedingt durch dieses Syndrom. Bei der OP wurden insgesamt 4,5 Liter davon abgelassen, das war ein sehr befreiendes Gefühl für mich. Der Arzt sagte nach der OP, dass alles gut gelaufen ist und wir jetzt nur noch abwarten können. Am nächsten Tag beim Ultraschall dann die traurige Gewissheit, eines der beiden Kinder hat es nicht geschafft, ich war total am Ende :-( Sie erklärten mir, dass dieses Kind bis zur Geburt mit im Bauch bleiben muss, weil die beiden sich eine Fruchtblase teilten, was es unmöglich macht. Es war der absolute Horror, zumal sie uns noch sagten, dass es sein kann, dass dem anderen Baby genau dasselbe passieren kann, nämlich dass das Herz plötzlich aufhört zu schlagen... So erlebten wir jeden Tag pure Angst, dass Fee-Luna stirbt, aber es ging bergauf.
Am 13.08.2005 bekam ich Nachts plötzlich Wehen und wir fuhren ins Krankenhaus. Schließlich kam um 06.50 Uhr ohne Komplikationen unsere kleine Tochter Fee-Luna auf die Welt, gesund, obwohl Geburtstermin erst am 08.09.2005 war...Das andere Baby mit, ich sah es nicht... Helmut schon. Sie fragten uns da, ob wir eine Bestattung wollen in ein Massengrab oder ob einfach gar nichts mehr passieren soll. Wir entschlossen uns für die Beisetzung, die nun am 23.03.2006 war...ein sehr schwerer Tag für mich, aber irgendwie konnten wir Abschied nehmen von unserer kleinen Tochter und wir können nun wenigstens zum Grab gehen und sie immer besuchen...ihr schöne Geschenke wie Blumen und Kuscheltiere bringen und ihr und allen auf der Welt zeigen, dass wir sie niemals im Leben vergessen werden...
Wenn ihr mehr über das Feto Fetale Transfusionssyndrom wissen wollt, dann lest hier: